| Hobbygärtner |
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Gärtnern auf Sandboden Sandboden enthält kaum Nährstoffe, kann Wasser nur schlecht halten und trocknet deswegen schnell aus. Das leicht hindurch sickernde Wasser wäscht Nitrate und Phosphate ins Grundwasser aus. Weg sind sie. Hat es längere Zeit nicht geregnet, nimmt der ausgetrocknete Sand zunächst kaum Wasser an. Es läuft einfach ab, ohne ihn zu durchnässen. Da gießt und gießt man und bekommt das Wasser nicht in die Erde. Außerdem versauert Sandboden recht leicht. Er enthält wenig Kalk, ist somit schlecht gepuffert. Messungen des pH-Wertes mit handelsüblichen Reagenzien sind wenig hilfreich, da aufgrund der fehlenden Puffereigenschaften der Indikator bereits den Messwert verfälscht. Meistens erhielt ich zu hohe Werte. Obwohl der Rasen vermoost war, Kohl, Möhren und Kartoffeln nur mickrig blieben, zeigte mir der pH-Test Ergebnisse im alkalischen Bereich an. Eine kräftige Kalkzufuhr im gesamten Garten erbrachte eine erhebliche Verbesserung des Wachstums. Ich verwendete relativ fein gemahlenes Dolomitgestein, das neben Calcium auch noch Magnesium enthält. Kalium liebende Pflanzen erhielten auch noch Holzasche aus unserem Kaminofen. Gedüngt wird nach Bedarf entweder mit Blaukorn, allerdings eher sparsam, oder besser mit selbst angesetzter Brennesseljauche. Blaukorn nur oberflächlich streuen, nicht in den Boden einarbeiten. Das gilt auch für organische Dünger, ganz besonders bei Topf- und Balkonpflanzen. Bei Vorhandensein von organischen Kolhlenstoff, Nitrat und viel Wasser wird der Boden sauerstoffarm, die Bakterien bauen das Nitrat erst zum Nitrit und später zum Stickstoff ab. In der Regel vertragen die Pflanzen soetwas schlecht bis gar nicht. Ganz wichtig ist es für Sandbodengärtner, ihrem Boden Humus zuzuführen, damit er Wasser aufnehmen und halten kann. Deswegen mulche ich meinen Garten soviel wie nur möglich. Für die Blumenbeete verwende ich gehäckselten Strauch- und Staudenschnitt. Im Gemüsegarten bevorzuge ich Stroh, dass ich mir beim Bauern kaufe. Auf diese Weise erhält man auch als Besitzer von sandigem Boden recht guten Pflanzenwuchs und ordentlich Ernteergebnisse. Der Mulch hielft außerdem, Wasser zu sparen. Auf jeden Fall sollten Sie, sofern die Gemeinde da mitspielt, Ihren Garten über eine am Gartenwasserhahn montierte Wasseruhr bewässern. Dann kann man im Herbst den Verbrauch der zuständigen Behörde melden und zahlt für diese Menge keine Abwassergebühren. Bei uns ist das kein Problem.
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